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Kölner Dom: Geschichte von 1248 bis heute

Die Geschichte des Kölner Doms reicht vom Grundstein 1248 bis zur Vollendung 1880, mit einer langen Pause dazwischen. Hier steht sie in klaren Etappen.

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Kölner Dom Geschichte im Überblick

Die Geschichte des Kölner Doms beginnt am 15. August 1248. Damals legte Erzbischof Konrad von Hochstaden den Grundstein. Erster Dombaumeister war Meister Gerhard. 1322 wurde der Chor geweiht. Danach ging es langsamer voran, und nach 1520 wurde die Arbeit eingestellt. Erst im 19. Jahrhundert wurde weitergebaut, 1880 war der Dom fertig.

Von der Grundsteinlegung bis zur Vollendung sind es 632 Jahre. Das ist aber keine Bauzeit von 632 Jahren am Stück. Dazwischen lag eine lange Unterbrechung, die Zahl misst nur die Spanne zwischen Anfang und Ende. Der Dom ist die Kirche des Erzbischofs und seit 1996 UNESCO-Welterbe.

15.08.1248Grundsteinlegung durch Erzbischof Konrad von Hochstaden
1880Jahr der Vollendung
1996Eintragung in die Welterbeliste
Köln 1945 mit dem stehenden Dom

Zeitleiste von 1164 bis 1956

Die wichtigsten Daten der Reihe nach.

JahrEreignis
1164Die als Gebeine der Heiligen Drei Könige verehrten Reliquien kommen von Mailand nach Köln
1248Grundstein des gotischen Doms
1322Weihe des Chors
Nach 1520Die Bauarbeiten werden eingestellt
1794Der Schrein wird vor französischen Truppen in Sicherheit gebracht
1822 bis 1824Die Dombauhütte wird wieder eingerichtet, zunächst für Restaurierungen
1842Ein neuer Grundstein leitet die Vollendung ein
1860 bis 1861Eisenkonstruktionen über Langhaus und Querhaus
1880Der Dom ist vollendet
1948Chor und Querhaus nach dem Krieg wiederhergestellt
1956Langhaus nach dem Krieg wiederhergestellt

Eingestellt wurde die Arbeit nach 1520, und andere Bereiche waren zuvor weitergebaut worden.

Vom Grundstein bis zum Chor

Die mittelalterliche Bauphase.

Warum ein Dom an diesem Ort

1164 kamen die Reliquien, die als Gebeine der Heiligen Drei Könige verehrt werden, von Mailand nach Köln. Der goldene Schrein, der sie birgt, ist ein Hauptwerk des Doms. Die Zuschreibung ist kirchliche Überlieferung und kein naturwissenschaftlicher Nachweis. Mehr dazu auf der Seite zum Dreikönigenschrein.

Meister Gerhard und der Chor

Meister Gerhard war der erste Dombaumeister. 1322 wurde der Chor geweiht.

Die lange Pause

Nach 1520 ruhte der Bau. Große Teile blieben unfertig. Sieh diese Zeit als Unterbrechung, nicht als stetiges Bauen.

Das hohe gotische Gewölbe zum Chor hin

Was das für deinen Besuch heißt

Der Dom folgt trotz der langen Bauphasen einem einheitlichen mittelalterlichen Entwurf. Deshalb passen die ältesten und die jüngsten Teile zusammen. Welcher Teil aus welcher Zeit stammt, zeigt die Seite zur Architektur des Kölner Doms.

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Die Vollendung im 19. Jahrhundert

1822 bis 1880.

Die Dombauhütte kehrt zurück

Die Dombauhütte wurde zwischen 1822 und 1824 wieder eingerichtet. Zuerst ging es um Restaurierung des Bestehenden. Ein neuer Grundstein 1842 markierte den Beginn der eigentlichen Vollendung. Im 19. Jahrhundert wurde der Dom ausgebaut, 1880 war er fertig.

Eisen über den Gewölben

Über Langhaus und Querhaus entstanden 1860 und 1861 Eisenkonstruktionen. Das Dach ist also kein rein mittelalterlicher Holzdachstuhl.

Die Pflege hört nie auf

Stein verwittert. Die Dombauhütte restauriert bis heute verwittertes Steinwerk und schützt historische Fenster. Arbeiten an der einen oder anderen Stelle gehören deshalb dazu.

Das Ergebnis von 1880 ansehen

Die Westfassade hat zwei Türme. Details wie die Figuren am Westportal lohnen einen genauen Blick.

Figuren am Westportal

Der Dom im Zweiten Weltkrieg

Schäden und Wiederaufbau.

Der Dom hat den Krieg nicht unbeschädigt überstanden. Er wurde von 14 schweren Sprengbomben und mehr als 70 Brandbomben getroffen. Gewölbe, Fenster und Ausstattung wurden schwer beschädigt. 1945 stand der Dom aber noch, mitten in einer zerstörten Stadt.

Die Wiederherstellung dauerte Jahre. Chor und Querhaus waren 1948 wiederhergestellt, das Langhaus 1956. Damit war die Arbeit nicht zu Ende: Verwitterung und Kriegsschäden verlangen weiter Reparaturen, deshalb sind Teile des Doms oft verhüllt.

Die Petersglocke im Südturm

Ein Bauwerk, das lebt

Im Dom hängen 12 Glocken. Die Petersglocke, in Köln „Decker Pitter“ genannt, wiegt etwa 24 Tonnen und hat einen Durchmesser von 3,22 m. Sie wurde am 5. Mai 1923 gegossen und hängt im Südturm. Der Südturm ist auch der, den du besteigen kannst. Stufen, Zeiten und Preise findest du im Guide zur Turmbesteigung.

Welterbe und ein Streit um ein Hochhaus

Die UNESCO nahm den Dom 1996 in die Welterbeliste auf. Von 2004 bis 2006 stand er auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes, wegen eines Streits um ein Hochhaus und die Sichtachsen auf den Dom.

Kölner Dom Geschichte: häufige Fragen

Wann wurde der Kölner Dom gebaut?

Der Grundstein wurde am 15. August 1248 gelegt, vollendet wurde der Dom 1880. 1322 wurde der Chor geweiht, nach 1520 ruhte der Bau lange.

Wie lange wurde am Kölner Dom gebaut?

Zwischen dem ersten Stein 1248 und der Vollendung 1880 liegen 632 Jahre. Das ist die Spanne zwischen Beginn und Ende. Wegen der langen Unterbrechung wurde nicht durchgehend gebaut.

Hat der Kölner Dom den Zweiten Weltkrieg überstanden?

Ja, aber mit schweren Schäden. Er wurde von 14 schweren Sprengbomben und mehr als 70 Brandbomben getroffen. Chor und Querhaus waren 1948 wiederhergestellt, das Langhaus 1956.

Warum ist der Kölner Dom so berühmt?

Er ist eine große gotische Kathedrale mit einer langen, ungewöhnlichen Baugeschichte. Er birgt den Dreikönigenschrein und ist seit 1996 Welterbe.

Ist das die offizielle Website des Kölner Doms?

Nein. Das ist ein unabhängiger Besucher-Guide. Aktuelle Hinweise der Kirche, etwa zu Gottesdiensten und Sperrungen, findest du an den Aushängen im Dom.

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