Kölner Dom Geschichte im Überblick
Die Geschichte des Kölner Doms beginnt am 15. August 1248. Damals legte Erzbischof Konrad von Hochstaden den Grundstein. Erster Dombaumeister war Meister Gerhard. 1322 wurde der Chor geweiht. Danach ging es langsamer voran, und nach 1520 wurde die Arbeit eingestellt. Erst im 19. Jahrhundert wurde weitergebaut, 1880 war der Dom fertig.
Von der Grundsteinlegung bis zur Vollendung sind es 632 Jahre. Das ist aber keine Bauzeit von 632 Jahren am Stück. Dazwischen lag eine lange Unterbrechung, die Zahl misst nur die Spanne zwischen Anfang und Ende. Der Dom ist die Kirche des Erzbischofs und seit 1996 UNESCO-Welterbe.

Zeitleiste von 1164 bis 1956
Die wichtigsten Daten der Reihe nach.
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1164 | Die als Gebeine der Heiligen Drei Könige verehrten Reliquien kommen von Mailand nach Köln |
| 1248 | Grundstein des gotischen Doms |
| 1322 | Weihe des Chors |
| Nach 1520 | Die Bauarbeiten werden eingestellt |
| 1794 | Der Schrein wird vor französischen Truppen in Sicherheit gebracht |
| 1822 bis 1824 | Die Dombauhütte wird wieder eingerichtet, zunächst für Restaurierungen |
| 1842 | Ein neuer Grundstein leitet die Vollendung ein |
| 1860 bis 1861 | Eisenkonstruktionen über Langhaus und Querhaus |
| 1880 | Der Dom ist vollendet |
| 1948 | Chor und Querhaus nach dem Krieg wiederhergestellt |
| 1956 | Langhaus nach dem Krieg wiederhergestellt |
Eingestellt wurde die Arbeit nach 1520, und andere Bereiche waren zuvor weitergebaut worden.
Vom Grundstein bis zum Chor
Die mittelalterliche Bauphase.
Warum ein Dom an diesem Ort
1164 kamen die Reliquien, die als Gebeine der Heiligen Drei Könige verehrt werden, von Mailand nach Köln. Der goldene Schrein, der sie birgt, ist ein Hauptwerk des Doms. Die Zuschreibung ist kirchliche Überlieferung und kein naturwissenschaftlicher Nachweis. Mehr dazu auf der Seite zum Dreikönigenschrein.
Meister Gerhard und der Chor
Meister Gerhard war der erste Dombaumeister. 1322 wurde der Chor geweiht.
Die lange Pause
Nach 1520 ruhte der Bau. Große Teile blieben unfertig. Sieh diese Zeit als Unterbrechung, nicht als stetiges Bauen.

Was das für deinen Besuch heißt
Der Dom folgt trotz der langen Bauphasen einem einheitlichen mittelalterlichen Entwurf. Deshalb passen die ältesten und die jüngsten Teile zusammen. Welcher Teil aus welcher Zeit stammt, zeigt die Seite zur Architektur des Kölner Doms.
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Die Vollendung im 19. Jahrhundert
1822 bis 1880.
Die Dombauhütte kehrt zurück
Die Dombauhütte wurde zwischen 1822 und 1824 wieder eingerichtet. Zuerst ging es um Restaurierung des Bestehenden. Ein neuer Grundstein 1842 markierte den Beginn der eigentlichen Vollendung. Im 19. Jahrhundert wurde der Dom ausgebaut, 1880 war er fertig.
Eisen über den Gewölben
Über Langhaus und Querhaus entstanden 1860 und 1861 Eisenkonstruktionen. Das Dach ist also kein rein mittelalterlicher Holzdachstuhl.
Die Pflege hört nie auf
Stein verwittert. Die Dombauhütte restauriert bis heute verwittertes Steinwerk und schützt historische Fenster. Arbeiten an der einen oder anderen Stelle gehören deshalb dazu.
Das Ergebnis von 1880 ansehen
Die Westfassade hat zwei Türme. Details wie die Figuren am Westportal lohnen einen genauen Blick.

Der Dom im Zweiten Weltkrieg
Schäden und Wiederaufbau.
Der Dom hat den Krieg nicht unbeschädigt überstanden. Er wurde von 14 schweren Sprengbomben und mehr als 70 Brandbomben getroffen. Gewölbe, Fenster und Ausstattung wurden schwer beschädigt. 1945 stand der Dom aber noch, mitten in einer zerstörten Stadt.
Die Wiederherstellung dauerte Jahre. Chor und Querhaus waren 1948 wiederhergestellt, das Langhaus 1956. Damit war die Arbeit nicht zu Ende: Verwitterung und Kriegsschäden verlangen weiter Reparaturen, deshalb sind Teile des Doms oft verhüllt.

Ein Bauwerk, das lebt
Im Dom hängen 12 Glocken. Die Petersglocke, in Köln „Decker Pitter“ genannt, wiegt etwa 24 Tonnen und hat einen Durchmesser von 3,22 m. Sie wurde am 5. Mai 1923 gegossen und hängt im Südturm. Der Südturm ist auch der, den du besteigen kannst. Stufen, Zeiten und Preise findest du im Guide zur Turmbesteigung.
Welterbe und ein Streit um ein Hochhaus
Die UNESCO nahm den Dom 1996 in die Welterbeliste auf. Von 2004 bis 2006 stand er auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes, wegen eines Streits um ein Hochhaus und die Sichtachsen auf den Dom.
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Wohin es als Nächstes geht.
Kölner Dom Geschichte: häufige Fragen
Wann wurde der Kölner Dom gebaut?
Der Grundstein wurde am 15. August 1248 gelegt, vollendet wurde der Dom 1880. 1322 wurde der Chor geweiht, nach 1520 ruhte der Bau lange.
Wie lange wurde am Kölner Dom gebaut?
Zwischen dem ersten Stein 1248 und der Vollendung 1880 liegen 632 Jahre. Das ist die Spanne zwischen Beginn und Ende. Wegen der langen Unterbrechung wurde nicht durchgehend gebaut.
Hat der Kölner Dom den Zweiten Weltkrieg überstanden?
Ja, aber mit schweren Schäden. Er wurde von 14 schweren Sprengbomben und mehr als 70 Brandbomben getroffen. Chor und Querhaus waren 1948 wiederhergestellt, das Langhaus 1956.
Warum ist der Kölner Dom so berühmt?
Er ist eine große gotische Kathedrale mit einer langen, ungewöhnlichen Baugeschichte. Er birgt den Dreikönigenschrein und ist seit 1996 Welterbe.
Ist das die offizielle Website des Kölner Doms?
Nein. Das ist ein unabhängiger Besucher-Guide. Aktuelle Hinweise der Kirche, etwa zu Gottesdiensten und Sperrungen, findest du an den Aushängen im Dom.



